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Titel: So war’s wirklich...bei der Buffy-Folge „Spiel mit dem Feuer“ - oder: Die Sache mit Acathla (bzw. Ä-Käffla)
Altersfreigabe: 12
Rechte:Alle Rechte an der Fernsehserie "Buffy the Vampire Slayer" und ihren Charakteren gehören Joss Whedon, Mutant Enemy, Sandollar Productions, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television und dem WB Television Network. Die Rechte an den anderen genannten Serien & Figuren und verwendeten Liedtextzeilen liegen ebenfalls nicht bei mir, sondern bei den jeweiligen Rechteinhabern. Die Geschichte dient nicht zu kommerziellen Zwecken. Sie entstand allein aus Spaß am Schreiben.
Kategorie: BtVs - Parodie
Kommentar: Es gibt einfach Folgen, da fehlt bei manchen Szenen einfach was, das gewisse etwas. Und in manchen Folgen fällt ein Satz oder nur ein Wort – das beflügelt einfach gleich die Phantasie. So war’s bei mir mit der Buffy-Episode „Spiel mit dem Feuer“ – als Giles zu Angel(us) sagte, um würdig für das Ritual zu sein, müsse dieser ein Tutu anziehen. Das hätte ich einfach zu gern gesehen...
Feedback: sehr gern



So wars wirklich...bei der Buffy-Folge „Spiel mit dem Feuer“
oder:

Die Sache mit Acathla (bzw. Ä-Käffla)



In Angelus’ Villa. Giles liegt auf dem Fußboden. Angelus liegt neben ihm, schaut ihn an und wartet darauf, dass der  Wächter aufwacht. Giles stöhnt. Er ist noch etwas benommen. Er hebt seinen Kopf.

Angelus: „Hi Rupert. Ich wußte nicht, ob sie noch aufwachen. Ich war besorgt.“  Er springt wieder auf seine Füße.
Giles steht langsam auf und sagt: „Was wollen Sie?“

Angelus: „Ich will Sie foltern. Es ist lange her, aber früher hab ich sowas sehr gern gemacht. Wissen Sie... als ich mein letztes Opfer in der Mangel hatte, da waren leider die Kettensäge und die ‚Lindenstraße’ noch nicht erfunden.“

Er geht an Giles vorbei zu Acathla. Giles dreht sich zu ihm um und sieht den Steindämon mit dem Grillspieß in der Brust, dem kleinen bunten Strohhut auf dem steinernen Haupt und dem Baströckchen um die steinernen Hüften – oder zumindest um das, was wohl welche darstellen soll...

Giles: „Igitt, ist der häßlich.“
Angelus: „Oh ja! Das ist er, der Ä-Käffla. Dieser überdimensionale Briefbeschwerer aus Transsilvanien läßt sich noch viel schwerer aufwecken als Sie. Ich meine, ich – ähm – hab das Ritual durchgeführt, den Text aufgesagt, ich hatte sogar Netzstrumpfhosen an, nur leider gab es nicht den geringsten Lohn für meine Mühen. Ich nehme an, sie – äh – kennen das Ritual? Sie sind bewandert in solchen Dingen, schließlich waren sie vor Ihrer Zeit als Wächter doch auch mal im ‚Transsexual Transsilvania’.“

Angelus schaut verschmitzt zu Giles. Dieser starrt den Vampir an und schluckt den Kloß, den er im Hals hat, hinunter. ‚Woher weiß er das bloß?’ denkt der Wächter. Er spürt, wie er rot anläuft.

Angelus fährt fort: „Sie können mir vermutlich sagen, was ich falsch mache.“  Er geht zu Giles. „Aber andererseits kann ich nur hoffen, dass Sie es nicht tun...“ Angelus stellt sich vor ihn. „- denn ich würde Sie liebend gern foltern.“ Dabei setzt er ein breites Grinsen auf. ...

***

Angelus’ Villa. Giles sitzt auf einem Stuhl mit hinter dem Rücken festgebundenen Armen. Vor ihm auf einer großen Leinwand läuft nun schon seit vielen Stunden ununterbrochen die ‚Lindenstraße’.  Angelus kommt wieder zu ihm, setzt sich auf einen Stuhl. Er beobachtet Giles während er dessen Brille reinigt. Er haucht auf die Gläser, poliert sie und überprüft seine Arbeit.

Angelus: „Rupert mein Guter... Ich muß schon sagen, ich bin beeindruckt. Keiner hält solange Mutter Beimer stand.“ Er kichert.

Angelus läßt den Putzlappen fallen, steht auf und geht zu Giles. „Hier“, er setzt ihm die Brille auf - „Na wie geht’s, mein Freund?“
Der Wächter schaut geschwächt zu ihm hoch. „Es ging mir... nie besser, Helga.“
Angelus: „Das hör ich gar nicht gern. Aber solange Sie mich nicht ‚mein Täubchen’ nennen... Also, wie geht das Ritual?“
Giles wirft ihm nur ein gequältes Lächeln zu.


Angelus kniet sich neben ihn. „Gut, fahren wir stärkere Geschütze auf.“
Giles atmet schmerzvoll.
Angelus steht auf und ruft durch den Raum: „Na gut, bringt die
The Tribe-Videos her! Aber die Folgen mit Bray und Danni!“

***

Angelus’ Villa. Giles ist noch immer am Stuhl festgebunden, sein Kopf hängt schlaff herunter. Auf der Leinwand vor ihm erscheinen zum unzähligsten Mal Bray und Danni in Großaufnahme.

Angelus: „Ich kann Ihre Qualen beenden. Sie haben sich gut gehalten.“ Er legt seine Hand auf Giles’ Schulter. „Aber es reicht mir.“ Er tritt hinter ihn. „Sie waren sehr tapfer.“  Angelus lehnt sich zu Giles’ Ohr.  „Ich würde gerne Schluß machen. Oder möchten Sie noch mehr ‚The Tribe’ sehen?“
Giles stöhnt und schüttelt sich vor Schmerzen. „Bitte... alles, bloß das nicht!“
Angelus kniet sich neben ihn. „Sagen Sie mir nur, was ich wissen will!“
Giles: „In Ordnung... Um würdig zu sein...“
Angelus: „Ja“
Giles: „...zieht man sich für das Ritual ein... ein rosa Tütü an...“  Angelus starrt ihn an.
Der Wächter fährt fort: „...dazu feine Netzstrumpfhosen... und Stepschuhe...“
Begierig schaut ihn der Vampir an. „Weiter?!“
Giles: „Dann tanzt man den Ritualtanz, sagt den Spruch auf und singt das dazugehörige Lied...“
Angelus: „Mehr nicht? Nun dann, auf zu einem neuen Versuch.“ Er verläßt den Raum.

***

In der Haupthalle der Villa. Spike sitzt am Rand in seinem Rollstuhl, Drusilla und Angelus stehen in der Nähe des Kamins. Zwei weitere Vampire stehen bei Acathla. Angelus trägt das rosa Tütü, die Netzstrumpfhosen und die Stepschuhe. Dru und die beiden anderen Vampire tragen Baströckchen und dazu Blumenkränze um die Hälse. Angelus beginnt mit dem Ritual. Er geht in die Mitte der Halle, in die Nähe von Acathla.

Aus einem Lautsprecher ertönt die Musik vom ‚Lord of the Dance’. Angelus beginnt zu steppen, dazu macht er die Bewegungen vom ‚Time Warp’ – It’s just a jump to the left, and then a step to the right...
Dru und die beiden Vampire tanzen im Hintergrund einen ‚Hula hula’ dazu. Dann sagt Angelus den Spruch auf und singt schließlich das rituelle Lied.

Angelus: „Ene mene muh, und aufgeweckt ist Ä-Käffla im Nu. Wach ist er noch lange nicht, drum...

Strumming my pain with his fingers,
singing my life with his words,
Killing me softly with his song,
killing me softly with his song...


***

Angelus’ Villa. Vorsichtig betritt Buffy die Haupthalle. Aber was ist das? Sie sieht Angelus vor sich, im rosa Tütü und in Strumpfhosen, wie verrückt um eine hässliche Steinfigur herum tanzend – zur Musik vom ‚Lord of the Dance’. Doch als ob das noch nicht schlimm genug wäre, trällert er dazu auch noch - total krumm und schief - ein Lied. Buffy hält den Anblick des „sich einen Wolf steppenden“ Vampirs nicht mehr aus. Sie bricht in schallendes Gelächter aus. Angelus hält inne und schaut böse funkelnd zu ihr. Wäre er ein Mensch, wäre er mit Sicherheit rot angelaufen, doch das würde eh nicht zum rosa Kleidchen passen...

Buffy - nachdem sie sich etwas von ihrem Lachkrampf erholt und die letzten Tränen weggewischt hat: „Hi Schnuckiputz! Wo hast’n die Klamotten her? Von nem Grabbeltisch aus’m Aldi? Jetzt siehste wirklich aus wie ne Fummeltrine!“ Dann beginnt sie wieder lauthals zu lachen.
Angelus: „Sei bloß vorsichtig, was du sagst. Schließlich weiß ich, was du letzten Sommer getan hast!“
Buffy: „Na und, das weiß doch jeder! Pass du lieber auf, sonst leg ich dich auf Eis. Dann bist du ein eiskalter ‚Angel’!“
Dru, Spike und die anderen Vampire ziehen sich verängstigt zurück und verlassen den Raum.

***

Angelus macht die letzten Tanzschritte auf Acathla zu und ergreift den Grillspieß in dessen Brust. Ein helles Licht geht von ihm aus. Der Vampir zieht den Spieß heraus. Das Licht erlischt. Angelus dreht den Grillspieß in seinen Händen und hält ihn hoch um ihn anzusehn. Buffy hält ihr Schwert hoch und stellt sich ihrem Ex-Lover gegenüber. Er hält den Spieß, bereit zum Kampf.

Angelus: „Tja, fast hättest du’s geschafft. Ätschi-bätsch!“ Dabei macht er eine lange Nase und streckt ihr die Zunge raus.
Buffy: „Pah, noch ist’s nicht vorbei!“
Angelus: „Mein transsilvanischer Freund Ä-Käffla erwacht gleich zum Leben... und du wirst im blaßen Mondlicht zur Hölle tanzen.“
Buffy: „Du bist doch hier der Tänzer.“ Sie fängt wieder zu lachen an.
Dann wird sie wieder ernster und schlägt mit ihrem Schwert nach ihm. Er pariert und schlägt seinerseits nach ihr, aber sie wehrt den Schlag ab. Dabei geht Angelus’ Spieß kaputt. Wütend schlägt er ihr mit der Faust ins Gesicht. Buffy wird zurückgeworfen und läßt das Schwert fallen.
Angelus schnappt sich die Waffe und richtet sie auf Buffy. Buffy schaut ihn mit vor Angst weit aufgerissenen Augen an.
Angelus - hämisch grinsend: „Schrei, wenn du kannst!
Buffy schreit aus Leibeskräften.
Angelus: „Was war denn das für ein ‚Scream’?“

Ohne weiteren Kommentar greift Buffy an Angelus’ Ballettröckchen und zieht es herunter. Angelus ist baff. Er kommt ins stolpern, fällt auf die Kniee. Buffy holt sich ihr Schwert zurück, hebt es, um Angelus zu vernichten, zögert dann aber, als er plötzlich stöhnt. Sie sieht seine Augen plötzlich purpur aufleuchten. Mit Tränen in den Augen schaut er Buffy an.
Angel: „Mausi, was ist denn los?“
Sie blickt ihn verwirrt an.
Buffy: „Schatzi, bist du’s wirklich?“
Die beiden fallen sich in die Arme. Hinter Angels Rücken sieht Buffy, wie Acathla langsam erwacht. Die Augen des überdimensionalen Briefbeschwerers glühen tomatenrot. Sein grotesker Mund öffnet sich. Leise ertönt sein Lied, das alles in die Hölle jagt...

Ich bin so schön – ich bin so toll – ich bin der Anton aus Tirol.
Meine gigaschlanken Wadln san a Wahnsinn für die Madln.
Mei Figur – a wunder der Natur.
Ich bin so stark – und auch so wild – ich treib es heiß und eisgekühlt.
Wippe ich mit dem Gesäß – schrein die Hasn SOS.
Und woll´n den Anton aus Tirol...

***

Buffy läßt Angel los und schaut in sein Gesicht.
Angel fragt verwirrt: „Was ist, mein Schatz?“
Buffy flüstert beruhigend: „Sorg dich darum nicht.“

Sie streicht mit ihren Fingern über seine Lippen, seine Wange. Sie legt die Hand auf seine Wange und küßt ihn sanft. Er erwidert den Kuß und es wird leidenschaftlicher. Hinter ihm öffnet sich ein Strudel, der schnell wächst und alles zu verschlingen droht. Buffy bricht den Kuß ab und schaut dem Schmusevampir tief in die Augen.

Buffy wispert: „Ich liebe dich.“
Angel erwidert leise: „Ich liebe dich.“
Sie berührt mit ihrer Hand seine Lippen.
Buffy: „Schließ deine Augen.“

Sie nickt auffordernd und er schließt seine Augen. Buffy versucht verzweifelt nicht zu weinen und küßt ihn noch einmal sanft.
Im Hintergrund ertönt ein weiteres Lied aus dem Lautsprecher.
Liedtext: Selbst Engel weinen, Engel leiden
Dann tritt sie zurück, hebt den kaputten Grillspieß auf und stößt ihn in Angel’s Herz.
Liedtext: Engel fühlen sich mal alleine
Seine Augen springen augenblicklich auf, vor Überraschung und Schmerz.
Liedtext: Sie verzweifeln wie jeder andre
Von dem Spieß geht ein helles Licht aus. Sie tritt zurück. Er greift nach ihr und schaut auf den Spieß, der ganz durch seinen Körper geht.
Liedtext: : Fallen tief und haben Feinde
Er schaut sie verzweifelt an, völlig überrascht vom Lauf der Dinge. Sie kann nur auf den Spieß in seiner Brust starren und tritt weiter zurück.
Angel: „Buffy...“
Liedtext: Fühlst du nicht diesen Schmerz in mir?

Hinter ihm beginnt die Energie des Spießes sich mit der des Strudels zu vermengen. Buffy tritt noch weiter zurück, schaut nur auf den Spieß und nicht in sein Gesicht. Der Strudel ist inzwischen stark angewachsen, und die beiden Energien beginnen zusammenzufließen. Angel hält noch immer seine Hand nach Buffy ausgestreckt. Als der Strudel ihn erreicht, schließt er sich plötzlich wieder in Acathla's Mund und nimmt Angel mit sich. Buffy starrt den transsilvanischen Briefbeschwerer lange an, ein Schimmer des Entsetzens trifft sie, als sie bemerkt was sie getan hat, was sie verloren hat. Sie beginnt zu weinen. Ihr Herz ist gebrochen.

Liedtext: Ich öffne dir mein Herz
Denn du befreist mich von Leid und Schmerz
Ich lass dich hinein
Denn du nimmst mir die Sorgen und wäschst sie rein
Nur du kennst meine Geschichte
Ebnest mir den Weg nachdem ich mich richte
Gibst meinem Leben einen Sinn
Und lässt mich sein so wie ich bin...

***

Auf der Straße. Buffy wandert langsam zu ihrem Haus.
Sie schaut auf die Nachbarhäuser, dann auf ihr eigenes.
Im Haus. Joyce kommt die Treppe hoch und sieht den Flur entlang zu Buffy's Zimmer.

Joyce: “Buffy?”

Sie geht zu Buffy's Zimmer und schaut hinein. Das Fenster steht offen und einige Sachen sind auf dem Bett verstreut. Joyce geht hinein und schaut sich um.
Sie sieht eine Nachricht auf dem Bett zwischen ein paar Sachen.
Sie hebt den Zettel auf und liest.
Sie beginnt zu weinen und setzt sich auf das Bett.

*

Sunnydale High School. Xander und Giles kommen zu Oz, der Willow in einem Rollstuhl vor sich herschiebt, mit Cordelia neben sich. Giles' Gang ist ein bißchen wacklig.

Giles: „Willow, meinst du, du solltest schon aufstehen?“
Willow: „Das könnte ich sie auch fragen.“
Giles lächelt: „Ja.“
Cordelia: „Schon was gehört?“
Giles: „Nein.“
Xander: „Habt ihr sie auch nicht gesehn?“
Willow: „Nein.“
Oz: „Aber die Welt ist noch nicht untergegangen, wie ihr seht.“
Giles: „Nun, wir, wir waren nochmal in der Villa. S-Sie... sie war verlassen, und Acathla war nicht aktiviert.“
Willow: „Ich glaub der Zauber hat gewirkt. Ich hab 'ne Kraft gespürt, die mich durchfuhr.“
Cordelia: „Und die Kugel hat so toll geglüht.“
Xander: „Vielleicht war's zu spät. Vielleicht mußte sie ihn umlegen bevor er geheilt wurde.“
Oz: „In diesem Fall wird sie wohl gern allein sein.“
Willow: „Aber vielleicht wurde Angel erlöst, und sie feiern jetzt ihr Wiedersehen.“
Giles: „Möglicherweise.“

Willow: „Also einmal, im Ferienlager...
Oz sieht Willow an und verdreht die Augen.
Giles: „Fang jetzt nicht mit deinen ‚Dark Secrets’ an.“

Cordelia: „Naja, irgendwann muß sie wieder auftauchen. Wir haben noch Schule.“
Willow: „Ja. Sie kommt sicher bald zurück.“
Alle drehen sich um und gehen in die Schule.
Buffy steht vor der Schule hinter einem Baum. Sie beobachtet ihre Freunde, als sie hineingehen.
Sie sieht traurig zur Schule. Ein leichter Wind berührt ihr Haar.
Sie dreht sich um und geht die Straße hinunter ohne noch einmal zurückzusehen.

*

Ein Bus. Buffy's Spiegelbild ist im Fenster zu sehen, als sie an ihrem Haus vorbeifährt.
Buffy schaut ruhig aus dem Fenster während der Bus weiterfährt.

Der Bus fährt auf einer zweispurigen Straße aus der Stadt. Nachdenklich mampft Buffy einen Schokoriegel.

Sprecher: Und die Moral von der Geschichte: Engel kann man nicht kaufen, aber man kann ihnen begegnen...

Der Bus passiert das Ortsschild:

NOW LEAVING THE HELLMOUTH
come back soon!

Schlußlied:
Sometimes I wish I were an angel
Sometimes I wish I were you
Sometimes I wish I were an angel
Sometimes I wish I were you



Ende


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