Begriffe der "Hohen Schule"


Hohe Schule:
Reitkunst, Dressurausbildung. Bei der Hohen Schule unterscheidet man Übungen auf und über der Erde.

Schulen auf der Erde: Dazu gehören u.a.:

  • Travers - Traversale (halber Travers): Seitengang mit deutlichem Übertreten der diagonalen Beinpaare. Das Pferd bewegt sich dabei vorwärts-seitwärts und ist in die Bewegungsrichtung gestellt.
  • Passage: Ein sehr versammelter Trab mit verlängerter Schwebephase.  Eine Gangart, bei der das Vorderbein in die Waagerechte gebracht wird und welche daher dem schreiten ähnelt.
  • Piaffe: Trabtritte auf der Stelle.
  • Pirouette: Wendung um 360°. Ein verkürzter Galopp um die innere Hinterhand. Eine der elegantesten und zugleich schwierigsten Lektionen. 


Schulen über der Erde: Bewegungen des Dressurpferdes, bei denen die Hufe des Pferdes auf Befehl des Reiters den Boden verlassen. Dazu gehören:

  • Levade: Aufrichten des Pferdes auf der Hinterhand, nicht höher als 45°. Das Pferd verweilt in dieser Stellung für wenige Sekunden in voller Ruhe. 
  • Pesade: Ähnlich wie die Levade, das Pferd erhebt sich hierbei über 45°.
  • Courbette: Das Pferd steht mit gewinkeltem Sprunggelenk auf den Hinterbeinen und macht einige Sprünge nach vorn, ohne daß seine Vorderbeine den Boden berühren. Einer der schwierigsten Schulsprünge.
  • Croupade: Das Pferd springt aus der Levade in einer schrägen, der Pesade ähnlichen Haltung, ab und zielt die Hinterhand an. Dabei erreicht er nicht die Horizontale. Vorstufe der Courbette und Kapriole. 
  • Ballotade: Das Pferd springt mit aufgerichtetem Körper und angezogenen Hinterbeinen in die Luft, so dass von hinten nur noch die hinteren Eisen zu sehen sind. Ähnlich der Croupade eine Vorstufe zur Kapriole.
  • Kapriole: Aus der Piaffe springt das Pferd mit allen vier Beinen in die Luft und schlägt mit der Hinterhand beinahe gleichzeitig aus. Sein Körper schwebt dabei waagerecht in der Luft.

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